Eni startet weltweit schnellsten industriellen Supercomputer

  • Der italienische Gas- und Erdölkonzern Eni, der in Österreich mit rund 320 Service Stationen vertreten ist, hat in enger Zusammenarbeit mit Dell Technologies den HPC5 genannten Supercomputer ans Netz genommen.
  • Mit 52 Petaflops ist der HPC5 der weltweit schnellste Supercomputer in privatwirtschaftlicher Hand und der erste seiner Art in der Öl- und Gasindustrie.
  • Die Partnerschaft zwischen Dell Technologies und Eni markiert eine neue Ära in puncto Nachhaltigkeit: Der HPC5, der im Green-Data-Center von Eni steht, ist auf größtmögliche Energieeffizienz ausgelegt und nutzt Solarenergie.

Der italienische Gas- und Erdölkonzern Eni hat für seine Big-Data-Analysen in Kooperation mit Dell Technologies den weltweit schnellsten Supercomputer in privatwirtschaftlicher Hand ans Netz genommen. Mit einer Spitzenleistung von 52 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde, sogenannten Petaflops, wird der HPC5 zur Erforschung neuer regenerativer Energiequellen eingesetzt.

In der Wissenschaft und der industriellen Forschung spielen Supercomputer eine entscheidende Rolle: Sie liefern die notwendige Rechenleistung für anspruchsvolle Simulationen. Supercomputer werden beispielsweise genutzt, um das Verhalten von Erdbeben oder Hurricanes besser zu verstehen, die Folgen des Klimawandels vorherzusagen, den Urknall nachzustellen oder um zu versuchen, das Gehirn des Menschen digital zu „reproduzieren“.

Der italienische Gas- und Erdölkonzern Eni, in Deutschland unter der Marke Agip mit 420 Service-Stationen vertreten, hat in enger Zusammenarbeit mit Dell Technologies den HPC5-Supercomputer in Betrieb genommen. Der HPC5 ist mit einer Spitzenleistung von 52 Petaflops der weltweit schnellste Rechner in privatwirtschaftlicher Hand. Das High-Performance-System dient nicht nur für Simulationsberechnungen und Modellierungen rund um Rohstoff-Reservoirs, sondern auch zur Optimierung von Produktionsanlagen und zur Big-Data-Analyse von Geschäftsprozessen. Mit Hilfe des HPC5 lassen sich dabei die riesigen Datenmengen leichter verarbeiten, die Eni für die geophysikalische Bildverarbeitung und Modellierung von Öl- und Gasvorräten sammelt.

Der Ölkonzern ist zudem in der Lage, neue Ansätze auf Basis von Künstlicher Intelligenz und komplexer Algorithmen zur Energiegewinnung und -verarbeitung zu entwickeln: So soll der Supercomputer Forschungs- und Entwicklungsprogramme für den Übergang zu nicht-fossilen Energiequellen beschleunigen. Derzeit wird der HPC5 unter anderem für fluiddynamische Simulationen eingesetzt, die zur Optimierung von Technologien zur Energiegewinnung aus Meereswellen oder zur Erforschung von organischen Solarzellen, lumineszierenden Solarkonzentratoren und Fusion mittels magnetischen Einschlusses benötigt werden. Lumineszierende Solarkonzentratoren sind sehr kleine, optisch wirksame Bauelemente, die für das menschliche Auge unsichtbare Wellenlängen des Lichts einfangen und es konzentrieren. Unter magnetischer Fusionsenergie versteht man die technische Gewinnung von elektrischer Energie aus der Kernfusion mit Hilfe von Magnetfeldern.

Mit dem HPC5 arbeitet Eni nicht nur an der Erforschung neuer regenerativer Energiequellen, der Supercomputer selbst zeichnet sich durch eine besonders hohe Energieeffizienz aus: Er hat den geringsten Stromverbrauch pro Petaflop im Vergleich zu anderen Hochleistungsrechnern, was an der GPU-Verarbeitung der Nvidia-Karten (Graphic Processing Units, die für die parallele Berechnung großer Datenmengen optimiert sind) liegt. Untergebracht ist der HPC5 in dem südlich von Mailand gelegenen Green-Data-Center von Eni. Dort wird einerseits selbst erzeugte Solarenergie genutzt, andererseits sorgt ein ausgeklügeltes Rechenzentrumsdesign mit einer Kühlung über „low-speed“ Luftzirkulation für eine massive Reduzierung der CO2-Emissionen.

„Die Energiebranche steht vor der Herausforderung, neue, sichere und vor allem umweltfreundlichere Alternativen zu klassischen Energiequellen zu finden. Diese Aufgabe erfordert aufwendige Simulationen und Modellberechnungen, die ohne leistungsfähige IT-Systeme gar nicht zu bewerkstelligen sind“, betont Stefan Trondl, General Manager bei Dell Technologies Österreich. „Eni und Dell Technologies eint der Ehrgeiz, nachhaltige Lösungen für eine bessere Zukunft zu schaffen. Der mit unserer Technologie realisierte Supercomputer ist eines der leistungsfähigsten und gleichzeitig nachhaltigsten Rechnersysteme der Welt.“

„Eni stellt einen Supercomputer vor, dessen Fähigkeiten in der industriellen Welt einzigartig sind. Das System ist in der Lage, die hochkomplexen Prozesse, die die Mitarbeiter von Eni bei ihrer Arbeit unterstützen, zu fördern, noch weiter zu verfeinern und damit unsere digitale Transformation zu beschleunigen. Wir befinden uns an einem Wendepunkt: Es ist ein weiterer Schritt vorwärts auf dem Weg zu dem globalen Ziel, das wir mit unseren Forschungs- und Technologiepartnern teilen – die Energie von morgen so schnell wie möglich Realität werden zu lassen“, ergänzt Claudio Descalzi, CEO von Eni.


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